Mittwoch, 25. Januar 2012

Back in El Lay, in Gedanken noch in Thailand!

...vielleicht denken jetzt schon einige: was geht denn mit dem ab? Jetzt schreibt der Typ in seinem LA Blog ploetzlich nur ueber Asien. Denn ausser, dass in LA tagsueber schätzungsweise 100.000 asiatische Touristen ueber den Hollywood Blvd laufen, ausgestattet mit 3 Kameras (pro Mann), hat Los Angeles mal so gar keine Gemeinsamkeiten mit Asien.
Aber wie ich euch ja schon gesagt habe, das Geile am Reisen sind besonders die Filme, die man sich abends alleine im Bett fährt, wenn man nochmal alle Erinnerungen und Bilder durch den Kopf fahren laesst.
Soll ich euch mal was sagen? Dass ich zur Kroenung nach meiner Wiederkehr nach Hongkong aus dem Paradies Philippinen, auch noch nach Thailand geflogen bin, habe ich zum einen, der kanadischen Truppe zu verdanken, die aus Jux und Dollerei mich zur Verabschiedung gefragt haben, ob ich nicht Bock habe einen kleinen Roadtrip durch Thailand zu machen (selber schuld, sowas darf man mich nicht fragen) und zum anderen meinen nicht ganz funktionierenden Synapsen im Kopf, die ordentlich Randale gemacht haben, als ich nun nach 2 Wochen Paradies wieder im Großstadtjungle Hongkong saß und gar nicht drauf klarkam.
Ja man, es war wieder einer dieser Momente wo ich mir gedacht habe: Fuck it, vielleicht leben wir ja nur einmal! I am going to Thailand!
Finanziell gesehen, war das natuerlich keine gute Idee, weil a) mein Urlaubsbudget schon ausgegeben b) jetzt muss ich das Geld ausgeben, was ich eigentlich fuer ein neues I Phone gespart habe und mir c) in dem Moment das sowas von scheissegal war, weil ich im Jetzt lebe und ich diesen Roadtrip für viel wichtiger empfand.



Die Momente...
...als wir bei einer ca. 40 jährigen Hausfrau gespeist haben, die beim Tsunami ihre Kinder und ihren Mann verloren hat und trotzdem noch so lebensfroh war
... als wir mit dem Auto stundenlang in Richtung Strand gefahren sind, an der Strassenseite angehalten haben um fuer 20 Cent frisch gepflueckte Ananas zu kaufen und dann ein Holzboot zum Sonnenuntergang zur nächsten Bucht genommen haben
... als wir mit dem Kanu durch Höhlen und an Felsen vorbei zu einen der versteckten Straenden gepaddelt sind
... als wir nachts betrunken am Strand im hellen Licht des Vollmondes wie bei "The Beach"  durchs Wasser gelaufen sind und ein Mädel Pure Shores  von All Saints auf  ihrem I Pod Boxen laufen ließ , was zugegebenermaßen ziemlich gay ist, aber in dem Moment das tollste Gefuehl auf Erden war

... ja diese Momente kann mir kein I Phone 4 Super S ersetzen.

Deswegen bereue nicht eine Sekunde, diesen Trip gemacht zu haben.












Montag, 16. Januar 2012

Philippinen, so sieht es also im Paradies aus!

...ich habe ja schon im letzten Post eine Assoziation zu den Philippinen hergestellt, in Gedanken an die Zeit, als ich gelangweilt als kleiner Junge im Konfirmationsunterreicht saß und mir verzweifelt bildlich vorstellen wollte, wie das vom Pfarrer beschriebene Paradies denn nun aussieht. Als ich nach einer durchzechten Clubnacht in Hongkong, 2 Fluegen, einer Busfahrt, einer Bootsfahrt und einer Motorradtaxi Fahrt, letztendlich im Trancezustand gegen Nachmittags meine Fuesse in das glasklare, tuerkise Wasser halten konnte, dachte ich fuer einen Moment ich waere wirklich schon im Jenseits. Nach einer eiskalten Dusche im Hostel und einem frischgekuehlten St. Miguel Pilsener, ist mir dann aber bewusst geworden: nein, es ist nicht das von der Bibel beschriebene Paradies, es ist eine kleine Trauminsel auf den Philippinen und kommt der Sache aber schon ganz schoen nahe.


Meine Zeit auf dieser Insel, war mehr als ein Urlaub, it was something else...

...ich habe es geliebt zum Sonnenuntergang mit den anderen Leuten aus dem Hostel schwimmen zu gehen und sich in dem Moment zu fuehlen, als ob einem die Welt gehoert.

...ich habe es geliebt 2 Wochen lang 24/7 in Badehose rumzulaufen und ganz "unhollywoodmaessig" einen scheiss darauf zu geben, sich abends schick zu machen, wenn man in der secret Djungelbar, zu technolastigen Beats unterm Fullmoon abfeiert.

...ich habe es geliebt von 17 meter hohen Klippen zu springen ( Leute ich sags euch, ich bin schonmal im Freibad vom 10er gesprungen, aber 17m fuehlen sich schon anders an, eher als ob man eine halbe Ewigkeit voller Adrenalin auf den Ozean zurast, bis man schliesslich mit gefuehlten 200 kmh ins Wasser eintaucht), mit monkeys Coca Cola zu trinken und mit einheimischen Philippinos um die Insel zu segeln.

... ich habe den Tag geliebt, als wir den kleinen Philippino Kids aus Jux und Dollerei, so viele Halsketten abgekauft haben, dass sie auf einem Schlag ihr Tagespensum erreicht haben und so happy waren, dass sie mit uns den ganzen Tag im Wasser rumplanschen konnten ( Hubschrauber, von der Schulter Salto rueckwarts, Salto vorwaerts, 2 Kids auf einer Schulter, 1 Kid auf dem Ruecken und 1 Kid auf der Schulter). Wir hatten alle Variationen durch und es war einer der coolsten Momente ueberhaupt.

... ich habe es geliebt mal fuer einen Tag auf dem Festland mit dem Moped durch den Djungel zu heitzen vorbei an einheimische Doerfer und gelegentliche Pitstops einzulegen, um frische Kokosnuesse zu schluerfen.

...und last not least: ich habe die Leute geliebt ( Amis, Kanadier, Englaender, Philippinos, Chinesen, Deutsche, Oesterreicher, Franzosen (!!!) etc etc.) mit denen man stundenlang tagsueber am Strand ueber Gott und die Welt philosophieren konnte, gemeinsam mit Badehose und Zipfelmuetze Weihnachten feiern konnte und genau mit diesen Leuten Arm in Arm halb angetrunken Plaene zu schmieden, bis zum Rest seines Lebens (Facebook-) Friends zu bleiben. Ja es ist einfach so. Leute kommen und verabschieden sich aus deinem Leben. Aber die gemeinsamen Momente, die du mit diesen Leuten teilst, wird dich ein Leben lang mit ihnen verbinden, egal auf welchem Teil der Erde man später seine Zelte aufschlaegt.


Jetzt denkt ihr euch bestimmt: Wo ist diese Insel und wie komme ich schnellstmoeglich dahin?genauso wie mein Konfirmationspfarrer mir nicht genau sagen konnte wo denn genau, geographisch gesehen, das Paradies liegt, will ich das jetzt auch mal fuer mich behalten. Es reicht naemlich dass ich die restliche Ewigkeit nach unserer Abdankung mit euch allen im Himmel verbringen muss, da hab ich kein Bock bei meinem naechsten Philippinen Trip neben Halb Deutschland am Strand zu liegen.

Nichtsdestotrotz: I love you all. Lasst mich euch von Thailand erzaehlen. Beim naechsten Mal.

Love&Light aus LA







Dienstag, 10. Januar 2012

How to buy a fake Rolex in Hongkong?

back in el lay. Was war das nur für ein Trip? Selbst die endlosen langen Schlangen an der Immigration am LAX Airport, die chaotischen Zustaende an den Gepaeckbaendern wenn gleichzeitig 5 Jumbos aus Hongkong, Tokio, Sydney und Mumbai ankommen und die nervende Zollkontrolle, konnten meinen Asienfilm nicht stoppen, der sich seit dem Abflug vor 15 Std kontnuierlich in meinem Kopf abspielt.

Erst als ich im Shuttlebus saß Richtung Hollywood, neben mir 2 angehende Schauspielerkids die an einer Schauspielschule in Silverlake rausgeschmissen wurden und ein amerikanischer Soldat, der vor ein paar Wochen aus dem Irakkrieg in die Heimat zurueck gekehrt ist und laut seiner Aussage gerne jetzt Schauspieler in Hollywood werden will, jedoch weder Hotel, noch einen Castingtermin und noch besser, keinen einzigen Kontakt bisher hat (!!!), wurde mir klar: I am back home!


Es ist toll wieder hier zu sein. Es ist 24 Grad, die Palmen in den Strassen sind noch schoener und der Himmel noch blauer als zuvor. Jedoch möchte ich mich jetzt viel lieber für ein paar Tage im Bett verkriechen und an die Wahnsinnszeit denken, die ich hatte. Denn das tolle am Reisen ist nicht nur die Zeit waehrend des Reisens, vielmehr ist es dieser besagte Film, der sich im Kopf abfaehrt wenn man schon laengst wieder zuhause ist. Es ist so als ob man auf einem anderen Planeten war, der in deiner eigentlichen Alltagswelt nicht existent ist. Ja dieser Planet heisst Asien! Fuer mich zumindest. Und meiner Traumwelt.


Hongkong kann man schon als das NYC Asiens bezeichnen. Nur das auf dieser kleinen Insel noch 10 mal mehr Menschen leben, 10 mal mehr Busse fahren und die U bahnen teilweise so voll sind, dass es Angestellte gibt, die selbst den letzten Fahrgast noch reinpressen, damit die U Bahn Tueren schliessen koennen. Ganz anders in LA, da hat man so viel Platz in der U Bahn und fuehlt sich fast schon einsam, weil außer dir, ein paar Mexikanern und ein paar mehr Obdachlosen, keiner seinen Luxusarsch auch nur annaehernd in Richtung U Bahn hinbewegen wuerde. Im fetten Range Rover auf dem 101 Richtung Downtown drei Stunden im Stau zu nehmen, ist naemlich viel cooler.

Ihr denkt jetzt bestimmt ich habe nicht mehr alle Tassen im Schrank, aber wisst ihr was mal richtig cool ist? Fliegt nach Hongkong, fahrt mit der U Bahn zur Station Admiralty, stellt euch mitten an den Bahnsteig wo die Leute von der roten Linie auf die Blaue Linie, wechseln, hört euren Lieblingssong (ich habe Klassik ausgewaehlt, aber Rock geht auch, je nach Empfinden) mit Kopfhörern, genießt die Leere, die Ruhe vor dem Sturm. Denn sobald die rote Linie ankommt, die Tueren aufgehen, kommen innerhalb von Sekunden, schaetzungsweise 100000000000000000000000 Menschen auf dich zugestuermt mit ihren gestressten großstaedterischen Gesichtszuegen, die noch nicht einmal daran denken, dir eines Blickes zu würdigen, auch wenn du als einziger Haufen mit fetten Kopfhörern völlig festegenagelt am Nadeloehr des Bahnuebergangs im Weg rumstehst. Geiles Gefuehl (find ich zumindest).


Natuerlich weiss jedes Kleinkind, dass es in Hongkong auch auf den sogenannten Nightmarkets die weit und breit  besten gefälschten Luxusuhren gibt. So gut gefaked, dass man wirklich nicht den Unterschied erkennen kann. Aber um an so ein Ding heranzukommen, muss man sich gut auskennen, denn ganz legal ist das nicht. So bin ich also mit einen meiner besten Freunde, der gerade in Hongkong wohnt, im Auftrag seines Chefs ein paar fake Rolexes zu kaufen, auf den Ladies market nach Mong Kok gefahren. Und da gibts einen einzigen Verkaufer, den man irgendwie auf chinesisch vermitteln muss, dass man die ganz guten Faelschungen haben will, der dir wiederum einen skeptischen Blick zu wirft und nach einem schaetzungsweisen 2 minuetigen langen Telefonat auf chinesisch dich dann mit einem Mittelsmann mitschickt, der dich wiederrum durch Gassen und Treppenhaeusern in eine kleine Wohnung begleitet in der du schaetzungsweise jede Uhr und jede Handtasche saemtlicher Luxuslabels findest, im Wert von mehreren Millionen (ja, wenn sie halt original waeren).
Nach sorgfaeltiger Selektion und intensiven Verhandlungen im Hinterzimmer, bei der man sich schon ein wenig wie ein Mafiaboss in einem asiatischen Gangsterfilm fühlt, verließen wir den geheimen Spot mit unserer Beute, als uns 3 westliche Geschaeftsmaenner im Treppenhaus entgegenkamen  (wahrscheinlich auf dem Weg zum Rolexuhreneinkauf). Ich sag ja, ist nicht alles Gold was glaenzt, besonders nicht am Handgelenk von so manchen älteren Geschaeftsherren.

Hongkong ist auf jeden Fall eine Stadt der Superlative. Das höchste Hotel der Welt, die krasseste Skyline, die meisten Menschen, die tollsten Kaufhaeuser, die huebschesten Models in den Clubs: Je nachdem, was man sucht, in Hongkong kann man es finden. I love it.



Leute, ich glaube endlich kapiert zu haben, was mein damaliger Konfirmationspfarrer gemeint hat, als er vom Paradies gesprochen hat. Also der Ort an dem wir spaeter uns alle wiedertreffen werden, wenn die Zeit gekommen ist. Aber ich kann jetzt schon sagen: Ich meine es gefunden zu haben. So aehnlich zumindest. Lasst mich euch von den Philippinen erzaehlen. Soon.

Love from LA.

Samstag, 24. Dezember 2011

Frohe Weihnachten! 2012, all the way!

Liebe Leute,

ich habe gerade die grosse Ehre mit ein paar Locals und ein paar Reisenden zusammen auf den Philippinen unter Palmen auf Jesus Christ anzustossen und Heilig Abend 2011 zu etwas ganz besonderen zu machen.

Ich wuensche auch nur das Beste fuer die Weihnachtstage und freue mich euch im neuen Jahr wieder aus El Lay berichten zu koennen..

Lets talk next year.2012.

Stay gold. Love.

Freitag, 9. Dezember 2011

Mein Blog wird superfamous!

naja geht... aber da kam doch tatsaechlich das Team von styleranking zu mir an und hat mich gefragt ob ich fuer ein kleines Interview bereit waere. Das hat mich eigentlich schon gewundert. Denn in meinem Blog beschaeftige ich mich eigentlich eher nicht damit, welche Unterbuchse im Fruehjar 2013 modern sein wird und ob die Roehrenhose nach dem tiefen Absturz vielleicht im Jahre 2015 doch wieder ein Revival feiern kann. Ob ich jetzt im Ranking des Styles ein paar Plaetze nach oben geklettert bin, kann ich nicht sagen. Das mein kleiner Blog im Djungel der modekritischen, zeitlosen, "ich poste und twitter die neusten Trends direkt von der ersten Reihe am Laufsteg" Modeblogs, trotzdem auf Interesse gestossen ist, freut mich daher umso mehr.

http://www.styleranking.de/news/fashionblogs/phantom-blogger-aus-la-im-gesprach-uber-promis-jesus-und-gelebte-traume-2211


Auch wenn in diesem Interview aufregende Worte fallen wie Phantom Blogger oder unbekannter Autor X, der gerne surft, auf seinem Motorrad den Pacific Coast Highway entlang cruist und das Leben geniesst, aber sich nicht zu erkennen gibt, muss ich klip und klar sagen:

...das stimmt so nicht. Ich stehe zu meiner Person und sende euch hiermit sonnige Weihnachtsgruesse aus Kalifornien.




Montag, 28. November 2011

Stehen David Beckham und ich am Pissoir...


ja sowas passiert zwar selten (also in der Konstellation zumindest) aber mehr dazu spaeter...

also erstmal Happy Thanksgiving euch allen nach Deutschland. Jetzt denkt ihr euch bestimmt: Thanksgiving? Ja und?was hab ich damit zu tun?
Ja genau das gleiche habe ich mir auch gedacht, als ich mich in den letzten Tagen mehrfach vor diversen Amerikanern erklaeren musste, dass wir in Deutschland kein Thanksgiving feiern. Warum sollten wir auch den Tag feiern als die weissen Siedler damals durch Nordamerika gepilgert sind, von den Einwohnern als Willkommensgruss zum Thanksgiving Dinner eingeladen worden und dann als Dankeschoen von den Weissen verscheucht oder abgeschlachtet wurden? Oder wie war das nochmal: die Weissen haben die Indianer verdraengt und als Entschuldigung ein Versoehnungsabendessen veranstaltet?
So oder so, ich wuerde hinter diesem Feiertag sowieso eher ein grosses Fragezeichen setzen und glatt behaupten, dass es den meisten Amis eh egal ist. Hauptsache es wird gegessen, was das Zeug haelt und am naechsten Tag (Black Friday) geshoppt, bis die Kreditkarte glueht.

Da ich aber trotz meiner deutschen Staatsbuergeschaft an den amerikanischen Festivitaeten teilgenommen habe und mit ein paar Freunden den wohl besten Truthahn der Welt zubereitet und verspeist habe, konnte ich Freitag Morgens leider nicht um 6 Uhr morgens aufstehen, zur Mall fahren und mich in meinen Pyjamas 2 Stunden lang in eine Schlange stellen, um einen um 300 Dollar reduzierten Flachbildfernseher zu ergattern.


Ich weiss nicht wie es euch geht, aber wenn die Weihnachtszeit naht, dann werde ich immer ganz ruhig und sinnlich. Neben kochen, Truthahn essen, war einer meiner Highlights letzte Woche das jeden Sonntag Abend stattfindende Jazzkonzert im W Hotel. Fuer solch ein Event kombiniert mit meiner ohnehin schon sehr sinnlichen Weihnachtsstimmung, schmeiss ich mich auch gerne Mal in ein Sakko und schmier mir ein wenig Gel in die Haare und tue so als ob Jazz schon immer meine Leidenschaft gewesen waere. Natuerlich nicht, aber als ob irgendeiner von diesen Hollywood Haufen eine Ahnung davon haette. Der Abend verlief jedenfalls feuchtfroehlich. Zusammen mit ein paar Freunden, schwang ich die Hueften zur Jazzmusik, trank mittelteuren Rotwein und genoss jede Sekunde an diesem sommerlich warmen Winterabend in Hollywood.


 Leider drueckte die Blase nach einer Weile und obwohl ich eigentlich keine Lust hatte auf Toilette zu gehen schlenderte ich  dann doch mit meiner schnieken Gelfrisur und meinem verhaeltnissmaessig grossem Rotwein Glas ganz routinemaessig in Richtung Restroom: Tuer auf, zielgerichteter Gang zum naechsten freien Pissoir. Hose auf, Schnidelwutz raus, einfach mal freien Lauf lassen, gefolgt von einem innerlichen Seufzer. So Maedels, aufgepasst: wenn Maenner nebeneinander am Pissoir stehen gibt es inoffizielle Regeln:


1. Man(n) verrichtet sein Geschaeft moeglichst schnell und schaut dabei geradeaus gegen die Wand, in den Spiegel oder Fernseher oder was auch immer.

2. Auf keinen Fall dreht Man (n) sich nach rechts oder links und schaut seinem Nachbarn an.

3. So lang Man (n) sich nicht kennt, faengt man kein Gespraech waehrenddessen an.

Und als ich mich also am Pissoir entleerte und aus welchem Grund auch immer Regel Nr. 2 missachtete, fiel mir auf, dass ich das Vergnuegen hatte  mit dem Frauenschwarm schlechthin, dem Typen mit dem fast jede Frau seinen Mann betruegen wuerde und last not least ,dem absoluten Idol aller metrosexuellen/unisexfrisurentragender Fussballer, gemeinsam zu urinieren. David Beckham!!!
Jetzt denkt ihr bestimmt: wow, ist ja ganz interessant, aber das passiert seinen Mannschaftskameraden jeden Tag nach dem Training. Ja kann sein. Aber jetzt ratet mal, wer mir beim pinkeln zu meiner Linken Gesellschaft leistete? The one and only Boxing legend Evander Holyfield. Natuerlich wanderte mein Blick sofort auf sein rechtes Ohr um zu schauen ob das von Mike Tyson abgebissenerStueck Ohr vom legendaeren Fight  aus dem Jahr 2007 mittlerweile nachgewachsen ist und sich ueber die Jahre erholt hat. Ich kann aber hiermit offiziell verkuenden: nein, es ist nicht nachgewachsen und es fehlt immer noch.

Mit dieser gewonnen Erkenntnis machte ich mich wenig spaeter auf dem Weg nach Hause. Auch wenn es aufregendere Dinge im Leben gibt, diese Dreier Pinkelkonstellation wird so schnell nicht wieder zustande kommen.

Da wir schonmal beim Thema sind (also Jazzmusik, sinnlich, Rotwein- nicht pinkeln mit Beckham) moechte ich euch jetzt auch gleich mal stolz mitteilen, dass ich am Samstag Abend (!!) in der Philharmonie war . Ja aaaaaa richtig gehoert. Und ich kann euch sagen. Die Philharmonie in LA ist auf jeden Fall einen Besuch Wert. Denn Abseits von Beach, Fitness, Stars, Sternchen, Pommes und Disco hat die Stadt auch was kulturelles zu bieten.

So Leute, genug blabla fuer heute. Eins noch: Wenn jemand zufaelligerweise meine Mutter trifft, erzaehlt ihr bitte, dass ich neuerdings mich mit Freunden zum gemeinsam Kochen verabrede, auf Jazz Konzerte gehe und meinen Samstag Abend zu beethovischen Klaengen in der Philharmonie verbringe. Sie wird es euch zwar nicht glauben, aber ein Versuch ist es wert. Und wer Lust auf ein kulturell ausgiebiges Wochenende in LA hat, der ruft mich bitte so schnell wie moeglich an, bevor sich meine sinnliche Stimmung bald wieder auf unbestimmte Zeit verabschiedet.

Ich wuensche euch allen einen Super Start in den Dezember. Seid lieb zueinander und geniesst die Weihnachtszeit.

28 Grad warme Gruesse aus Los Angeles. Love & Light

Dienstag, 15. November 2011

R.I.P Ed Hardy, lang lebe Lenny Kravitz!

was habe ich mich gefreut, als ich letztens zu meinem Sonntag Morgen Kater Fruehstuecks Brunchdate auf der Melrose Ave runter geknattert bin und mit Erleichterung feststellen musste, dass der langjaehrige Flagship Ed Hardy Store (dem Heidi und ihre Germanys next Topmodels alljaehrlich einen Besuch abstatten um letztendlich von Herrn Audigier persoenlich verunstaltet zu werden) endlich bald verschwunden sein wird. Denn wenn die ersten Geschaefte des Labels um den Flagschiff Store schliessen und das Hauptgeschaeft nur noch ein Outlet ist, dann ist das ein ganz gutes Zeichen fuer den ed Hardy Untergang.

Die Klamottenmarke fuer Handtaschenhouser, Solariumgaenger, geschmacksbefreite Hauptstadtrockerjackentraeger, Big Brother Teilnehmer, Neureiche mit eigener RTL 2 Show, Fußballer aus unterklassigen Ligen und Menschen die Frisuren von Fußballern tragen, hat jahrelang das Stadbild so mancher Gross und Kleinstaedte grausam erscheinen lassen.
Ich finde Ed Hardy nicht nur haesslich, die sponsern auch noch Mario Barth und da hoert der Spass nun wirklich auf, Leute.
Der arme Jung, was soll er denn jetzt tragen wenn es bald gar kein Ed Hardy mehr gibt?
Also ich war letztens auf nem Eishockey NHL Spiel von den LA Kings und mein Vorschlag waere: Mario, kauf dir einfach ein Eishockeytrikot vom Spieler mit der Nummer 25!

Es gibt uebrigens nichts besseres als unter der Woche sich mit Kollegen ein paar Bierchen reinzuhauen, 20 Dollar Tickets zu kaufen und auf 350 $ Courtside Seats zu sitzen.



Also, an alle Ed Hardy Fans. Seid nicht traurig. Im Obi und Praktiker koennt ihr weiterhin Tapeten, Schulmaeppchen und Badehandtuecher von Ed Hardy kaufen. Und fuer alle anderen: freut euch!

Zum Glueck gibt es genug Menschen in der Stadt der Engel, die so cool sind, dass sie eigentlich ins Eishaus gehoeren. Einer von ihnen: Lenny Kravitz! Letztens habe ich ihn telefonierend mit einem Old School TelefonHoerer (sowas hab ich vorher noch nie gesehen) vor unserem Buero rumlaufen sehen. Ich wollte schon " Lenny du geile Sau rufen!", aber er war ja gerade am telefonieren und da waere es unhoeflich gewesen. Aber wer hat denn bitte den Swagger und laeuft mit einem riesen Hoerer telefonierend durch die Gegend rum? Nur in El Lay.


So meine Lieben, geniesst die Herbstzeit! Wie gerne wuerde ich eingehuellt mit nem dicken Wintermantel und nem heissen Gluehwein ueber den Weihnachtsmarkt schlendern und so viele gebrannte Mandeln essen bis mir schlecht wird.(Das mein ich ernst)

Vorweihnachtliche 20 Grad Gruesse aus El Lay.Fuehlt euch umarmt!