Samstag, 24. Dezember 2011

Frohe Weihnachten! 2012, all the way!

Liebe Leute,

ich habe gerade die grosse Ehre mit ein paar Locals und ein paar Reisenden zusammen auf den Philippinen unter Palmen auf Jesus Christ anzustossen und Heilig Abend 2011 zu etwas ganz besonderen zu machen.

Ich wuensche auch nur das Beste fuer die Weihnachtstage und freue mich euch im neuen Jahr wieder aus El Lay berichten zu koennen..

Lets talk next year.2012.

Stay gold. Love.

Freitag, 9. Dezember 2011

Mein Blog wird superfamous!

naja geht... aber da kam doch tatsaechlich das Team von styleranking zu mir an und hat mich gefragt ob ich fuer ein kleines Interview bereit waere. Das hat mich eigentlich schon gewundert. Denn in meinem Blog beschaeftige ich mich eigentlich eher nicht damit, welche Unterbuchse im Fruehjar 2013 modern sein wird und ob die Roehrenhose nach dem tiefen Absturz vielleicht im Jahre 2015 doch wieder ein Revival feiern kann. Ob ich jetzt im Ranking des Styles ein paar Plaetze nach oben geklettert bin, kann ich nicht sagen. Das mein kleiner Blog im Djungel der modekritischen, zeitlosen, "ich poste und twitter die neusten Trends direkt von der ersten Reihe am Laufsteg" Modeblogs, trotzdem auf Interesse gestossen ist, freut mich daher umso mehr.

http://www.styleranking.de/news/fashionblogs/phantom-blogger-aus-la-im-gesprach-uber-promis-jesus-und-gelebte-traume-2211


Auch wenn in diesem Interview aufregende Worte fallen wie Phantom Blogger oder unbekannter Autor X, der gerne surft, auf seinem Motorrad den Pacific Coast Highway entlang cruist und das Leben geniesst, aber sich nicht zu erkennen gibt, muss ich klip und klar sagen:

...das stimmt so nicht. Ich stehe zu meiner Person und sende euch hiermit sonnige Weihnachtsgruesse aus Kalifornien.




Montag, 28. November 2011

Stehen David Beckham und ich am Pissoir...


ja sowas passiert zwar selten (also in der Konstellation zumindest) aber mehr dazu spaeter...

also erstmal Happy Thanksgiving euch allen nach Deutschland. Jetzt denkt ihr euch bestimmt: Thanksgiving? Ja und?was hab ich damit zu tun?
Ja genau das gleiche habe ich mir auch gedacht, als ich mich in den letzten Tagen mehrfach vor diversen Amerikanern erklaeren musste, dass wir in Deutschland kein Thanksgiving feiern. Warum sollten wir auch den Tag feiern als die weissen Siedler damals durch Nordamerika gepilgert sind, von den Einwohnern als Willkommensgruss zum Thanksgiving Dinner eingeladen worden und dann als Dankeschoen von den Weissen verscheucht oder abgeschlachtet wurden? Oder wie war das nochmal: die Weissen haben die Indianer verdraengt und als Entschuldigung ein Versoehnungsabendessen veranstaltet?
So oder so, ich wuerde hinter diesem Feiertag sowieso eher ein grosses Fragezeichen setzen und glatt behaupten, dass es den meisten Amis eh egal ist. Hauptsache es wird gegessen, was das Zeug haelt und am naechsten Tag (Black Friday) geshoppt, bis die Kreditkarte glueht.

Da ich aber trotz meiner deutschen Staatsbuergeschaft an den amerikanischen Festivitaeten teilgenommen habe und mit ein paar Freunden den wohl besten Truthahn der Welt zubereitet und verspeist habe, konnte ich Freitag Morgens leider nicht um 6 Uhr morgens aufstehen, zur Mall fahren und mich in meinen Pyjamas 2 Stunden lang in eine Schlange stellen, um einen um 300 Dollar reduzierten Flachbildfernseher zu ergattern.


Ich weiss nicht wie es euch geht, aber wenn die Weihnachtszeit naht, dann werde ich immer ganz ruhig und sinnlich. Neben kochen, Truthahn essen, war einer meiner Highlights letzte Woche das jeden Sonntag Abend stattfindende Jazzkonzert im W Hotel. Fuer solch ein Event kombiniert mit meiner ohnehin schon sehr sinnlichen Weihnachtsstimmung, schmeiss ich mich auch gerne Mal in ein Sakko und schmier mir ein wenig Gel in die Haare und tue so als ob Jazz schon immer meine Leidenschaft gewesen waere. Natuerlich nicht, aber als ob irgendeiner von diesen Hollywood Haufen eine Ahnung davon haette. Der Abend verlief jedenfalls feuchtfroehlich. Zusammen mit ein paar Freunden, schwang ich die Hueften zur Jazzmusik, trank mittelteuren Rotwein und genoss jede Sekunde an diesem sommerlich warmen Winterabend in Hollywood.


 Leider drueckte die Blase nach einer Weile und obwohl ich eigentlich keine Lust hatte auf Toilette zu gehen schlenderte ich  dann doch mit meiner schnieken Gelfrisur und meinem verhaeltnissmaessig grossem Rotwein Glas ganz routinemaessig in Richtung Restroom: Tuer auf, zielgerichteter Gang zum naechsten freien Pissoir. Hose auf, Schnidelwutz raus, einfach mal freien Lauf lassen, gefolgt von einem innerlichen Seufzer. So Maedels, aufgepasst: wenn Maenner nebeneinander am Pissoir stehen gibt es inoffizielle Regeln:


1. Man(n) verrichtet sein Geschaeft moeglichst schnell und schaut dabei geradeaus gegen die Wand, in den Spiegel oder Fernseher oder was auch immer.

2. Auf keinen Fall dreht Man (n) sich nach rechts oder links und schaut seinem Nachbarn an.

3. So lang Man (n) sich nicht kennt, faengt man kein Gespraech waehrenddessen an.

Und als ich mich also am Pissoir entleerte und aus welchem Grund auch immer Regel Nr. 2 missachtete, fiel mir auf, dass ich das Vergnuegen hatte  mit dem Frauenschwarm schlechthin, dem Typen mit dem fast jede Frau seinen Mann betruegen wuerde und last not least ,dem absoluten Idol aller metrosexuellen/unisexfrisurentragender Fussballer, gemeinsam zu urinieren. David Beckham!!!
Jetzt denkt ihr bestimmt: wow, ist ja ganz interessant, aber das passiert seinen Mannschaftskameraden jeden Tag nach dem Training. Ja kann sein. Aber jetzt ratet mal, wer mir beim pinkeln zu meiner Linken Gesellschaft leistete? The one and only Boxing legend Evander Holyfield. Natuerlich wanderte mein Blick sofort auf sein rechtes Ohr um zu schauen ob das von Mike Tyson abgebissenerStueck Ohr vom legendaeren Fight  aus dem Jahr 2007 mittlerweile nachgewachsen ist und sich ueber die Jahre erholt hat. Ich kann aber hiermit offiziell verkuenden: nein, es ist nicht nachgewachsen und es fehlt immer noch.

Mit dieser gewonnen Erkenntnis machte ich mich wenig spaeter auf dem Weg nach Hause. Auch wenn es aufregendere Dinge im Leben gibt, diese Dreier Pinkelkonstellation wird so schnell nicht wieder zustande kommen.

Da wir schonmal beim Thema sind (also Jazzmusik, sinnlich, Rotwein- nicht pinkeln mit Beckham) moechte ich euch jetzt auch gleich mal stolz mitteilen, dass ich am Samstag Abend (!!) in der Philharmonie war . Ja aaaaaa richtig gehoert. Und ich kann euch sagen. Die Philharmonie in LA ist auf jeden Fall einen Besuch Wert. Denn Abseits von Beach, Fitness, Stars, Sternchen, Pommes und Disco hat die Stadt auch was kulturelles zu bieten.

So Leute, genug blabla fuer heute. Eins noch: Wenn jemand zufaelligerweise meine Mutter trifft, erzaehlt ihr bitte, dass ich neuerdings mich mit Freunden zum gemeinsam Kochen verabrede, auf Jazz Konzerte gehe und meinen Samstag Abend zu beethovischen Klaengen in der Philharmonie verbringe. Sie wird es euch zwar nicht glauben, aber ein Versuch ist es wert. Und wer Lust auf ein kulturell ausgiebiges Wochenende in LA hat, der ruft mich bitte so schnell wie moeglich an, bevor sich meine sinnliche Stimmung bald wieder auf unbestimmte Zeit verabschiedet.

Ich wuensche euch allen einen Super Start in den Dezember. Seid lieb zueinander und geniesst die Weihnachtszeit.

28 Grad warme Gruesse aus Los Angeles. Love & Light

Dienstag, 15. November 2011

R.I.P Ed Hardy, lang lebe Lenny Kravitz!

was habe ich mich gefreut, als ich letztens zu meinem Sonntag Morgen Kater Fruehstuecks Brunchdate auf der Melrose Ave runter geknattert bin und mit Erleichterung feststellen musste, dass der langjaehrige Flagship Ed Hardy Store (dem Heidi und ihre Germanys next Topmodels alljaehrlich einen Besuch abstatten um letztendlich von Herrn Audigier persoenlich verunstaltet zu werden) endlich bald verschwunden sein wird. Denn wenn die ersten Geschaefte des Labels um den Flagschiff Store schliessen und das Hauptgeschaeft nur noch ein Outlet ist, dann ist das ein ganz gutes Zeichen fuer den ed Hardy Untergang.

Die Klamottenmarke fuer Handtaschenhouser, Solariumgaenger, geschmacksbefreite Hauptstadtrockerjackentraeger, Big Brother Teilnehmer, Neureiche mit eigener RTL 2 Show, Fußballer aus unterklassigen Ligen und Menschen die Frisuren von Fußballern tragen, hat jahrelang das Stadbild so mancher Gross und Kleinstaedte grausam erscheinen lassen.
Ich finde Ed Hardy nicht nur haesslich, die sponsern auch noch Mario Barth und da hoert der Spass nun wirklich auf, Leute.
Der arme Jung, was soll er denn jetzt tragen wenn es bald gar kein Ed Hardy mehr gibt?
Also ich war letztens auf nem Eishockey NHL Spiel von den LA Kings und mein Vorschlag waere: Mario, kauf dir einfach ein Eishockeytrikot vom Spieler mit der Nummer 25!

Es gibt uebrigens nichts besseres als unter der Woche sich mit Kollegen ein paar Bierchen reinzuhauen, 20 Dollar Tickets zu kaufen und auf 350 $ Courtside Seats zu sitzen.



Also, an alle Ed Hardy Fans. Seid nicht traurig. Im Obi und Praktiker koennt ihr weiterhin Tapeten, Schulmaeppchen und Badehandtuecher von Ed Hardy kaufen. Und fuer alle anderen: freut euch!

Zum Glueck gibt es genug Menschen in der Stadt der Engel, die so cool sind, dass sie eigentlich ins Eishaus gehoeren. Einer von ihnen: Lenny Kravitz! Letztens habe ich ihn telefonierend mit einem Old School TelefonHoerer (sowas hab ich vorher noch nie gesehen) vor unserem Buero rumlaufen sehen. Ich wollte schon " Lenny du geile Sau rufen!", aber er war ja gerade am telefonieren und da waere es unhoeflich gewesen. Aber wer hat denn bitte den Swagger und laeuft mit einem riesen Hoerer telefonierend durch die Gegend rum? Nur in El Lay.


So meine Lieben, geniesst die Herbstzeit! Wie gerne wuerde ich eingehuellt mit nem dicken Wintermantel und nem heissen Gluehwein ueber den Weihnachtsmarkt schlendern und so viele gebrannte Mandeln essen bis mir schlecht wird.(Das mein ich ernst)

Vorweihnachtliche 20 Grad Gruesse aus El Lay.Fuehlt euch umarmt!

Mittwoch, 2. November 2011

letzten Sommer in Deutschland...

ich musste gerade an den Sommer in Deutschland/ Berlin denken und maechtig grinsen. Sich an schoene Momente in der Heimat erinnern. Priceless.

Wie lustig das wahr, als Cypress Hill aus Los Angeles für ne Tour nach Deutschland gekommen ist, mein Kollege und ich kurz vor ihrem Auftritt als Main Act auf dem Splash Festival etwas suedlich von der Hauptstadt mit Sen Dog von Cypress draussen vor der Bandumkleide standen und er ihn im uebertriebensten Oxford English fragte: " Correct me if I am wrong, but you are Mr. Hill,right?"
(Zur Anmerk: Auszug Wikipedia; The band soon lost Mellow Man Ace to a solo career, and changed their name to Cypress Hill, after a street in North East Los Angeles.[2]")

Aber auch als wir später auf der Buehne als einzigen beiden Weissbrote (so hat es sich zumindest angefuehlt) mit Big Boi von Outkast Handshakes austauschten, gar nicht so cool tanzten wie Janelle Monae und nicht gerade behaupten konnten, gleich im Privatjet wieder nach LA zu jetten, sind wir nicht weiter negativ aufgefallen.(ausser vielleicht, dass ich voellig uncool vor den ganzen Rappern sehr touri like ein Foto von meinem Kollegen mit Buehne im Hintergrund schiessen musste.Tolles Foto. Eher nicht.)

Und wie macht man seinen Freundinnen aus LA eigentlich klar, dass wenn man in Deutschland einen Tisch zum Abendessen für 19 Uhr bestellt es nicht gut ankommt wenn man erst um 22.30Uhr aufkreuzt und dass, wenn man dann eine Pizza Pepperoni bestellt, auch wahrhaftig Pepperoni auf die Pizza gelegt bekommt und keine Salamischeiben wie in den Vereinigten Staaten von Amerika. Ja und wie soll man dann genau den beiden auch noch klarkmachen, dass nur wenn wir jetzt auf meiner SUPER organisierten Berlin Fahrradsightseeingtour einem Bob Marley singenden Jamaikaner am Spreeufer in Mitte auf dem Weg zum Reichstag treffen, dies nicht sofort dazu einladen soll, vor Ort und Stelle sich einen riesen Joint anzuloeten und den genuesslich trotz zahlreicher Passanten wegzudampfen!

Und wie kann man waehrend des Urlaubs in Italien nach 3 Flaschen Wein dem italienischen Pizzabaecker im naechsten Dorf 10 km entfernt auf italienisch via Handy klarmachen, dass er 15 Pizzen an unseren Pool liefern soll ( muchos Pizzas con tonno funghi e cipolla pronto to our Pool en casa per favore)?

Und warum muss ich immer meine Freunde vom Krankenhaus, Knast, Autoabschlepphof irgendwo in der Naehe von Bologna, zwischen Florenz und Rom abholen?

Und zu guter letzt: wie kann ich einem meiner besten Freunde versuchen zu erklären, dass das Fotoshooting was er gerade für 49,90€ von Inge K. aus dem Foto Kaiser Geschaeft an de Alleestrasse angepriesen bekommt, seiner Bewerbung eher schaden als helfen wird?

Ich hab so viel gelacht. Danke fuer den Sommer! Unvergessen!

mit den besten Gruessen aus der Stadt, in der die Leute gerade nichts besseres zu tun haben als wild zu spekulieren ob Kim Kardashians Hochzeit nun gefaked war oder nicht!?

love & light from LA












Donnerstag, 13. Oktober 2011

Die ultimative Vegas (Plastik) Poolparty

Heute waren es in Los Angeles unglaubliche 35 Grad. Hallo!? Es ist Oktober. In 2 Monaten ist Weihnachten.
Ich weiss nicht ob den Leuten aus Los Angeles die Waerme oefters mal zu Kopf steigt, aber das was ich auf der Labor Day Weekend Encore Beach Party gesehen habe, hat nichts mehr mit menschlichem maßvollem Verhalten zu tun.

Naja wie bereits schon in meinem anderen Vegas Blog erwahnt, aufgewacht in einem Hotelzimmer suedlich des Las Vegas Strips mit den fast schon mahnenden Worten meines Kollegen "Dude Kaskade is having a Party at the Encore Beach Club. Let's go" schluepfte ich schnell in meine Badehose und befand mich schon wenige Augenblicke spaeter im gut klimatisierten Taxi Richtung Whynn Hotel. Als ich die Taxituer schliesslich aufriss traf mich nicht nur der Schlag aufgrund der enormen Bullen Hitze und meinem noch stark vorhandenen Restalkohol vom Vorabend: " Alter ist das hier ein gemeinsamer Klassenausflug saemtlicher Pornosternchen/darsteller samt NFL Cheerleadern in Begleitung von Basketball Pros, Broes und Hoes???" Shitshow vom Feinsten mal wieder.

Nur zur Anmerkung:

Standardoutfit Frau- 20 cm Higheels (das soll ne Poolparty sein wohlgemerkt), farbentraechtiger Bikini (damit man auch auf jeden Fall auffaellt, Handtasche + Sonnenbrille aus dem oberen Preissegment, nicht zu vergessen: gemachte XXL Brueste.

Standardoutfit Mann- Boardshorts, Flip Flops, irgendeine Sonnenbrille, und MUSKELN+ Tattoos

Vorbei an den pornostaraehnlichen Menschen, wurden wir auffallend freundlich vom Veranstalter begruesst, der uns auch gleich an ein paar duester ausschauenden Securitys vorbei zum Poolbereich begleitete. Ja und da war sie dann: die beruehmt beruechtigte Kaskade Pool Party.Aha.



Ich weiss nicht warum, aber als ich mich so umschaute und ich diesen Anblick von diesem mit Silikonbruesten belagerten Swimmingpool langsam zur Kenntnis nahm , musste ich irgendwie an meine Kindheit zurueckdenken . Koennt ihr euch noch erinnern, als man mit seinen Eltern frueher zum Moebelhaus gefahren ist und es das groesste war vorne an der Spiellandschaeft mit dem Becken voller Plastikbaelle, abgegeben zu werden? Irgendwie musste ich mich daran erinnern. Ihr denkt jetzt bestimmt ich hab ne Meise, aber mit ein wenig Vorstellungskraft und Kreativem Denken sind meine Parallelen durchaus nachzuvollziehen.

Als wir uns langsam aber sicher durch die Menge nach vorne zu unserem Tisch kaempften, habe ich mich teilweise echt von den vielen ueberproportionierten Silikonbruesten bedraengt gefuehlt. Ehrlich gesagt: Die Dinger sehen im Playboykalender ja vielleicht ganz gut aus, aber wenn man sich mal durch so eine Silikonbad durchgequetscht hat, merkt man erst mal wie steinhart diese Riesen Ballons sind, vor allem wenn sie permanent an deinen nackten Oberkoerper gepresst werden.

Die Party war schon krass muss ich sagen. Dabei unterstreiche ich das Wort krass. Neben mir am Tisch hat das Frollein xy mal eben ne 5000 Dollar Flasche Champus für ihre Maedels gekauft und die Haelfte davon weggespritzt.
Im Pool regnet es PERMANENT von Geldscheinen, weil es in den USA anscheinend die ganzen Basketballplayer cool finden voller Freude mehrere Buendel von Dollar Bills in den Las Vegas Himmel zu schmeissen, um dann am naechsten Tag wieder auf irgendwelchen Charitys fur notbeduertige Kinder die Werbetrommel zu ruehren.
Und die Kroenung ueberhaupt, wer seinen eigenen kleinen Poolbereich haben will (3.Bild oben) muss sage und schreibe 25000 Dollar latzen. Hallo? 25.000 Dollar? Davon kann man sich 25 TAUSEND Cheeseburger bei Mcdonalds kaufen oder ein Jahr um die Welt reisen.


Leute, mein Fazit: unglaubliches Wochenende, ich wuerde zwar jederzeit einen lauwarmen Sommerabend mit meinen Liebsten und viel Gin & Tonic vorziehen, aber Vegas am Labor Day Weekend sollte man auf jeden Fall mal mitgemacht haben.

Und ich bin noch zu einer viel wichtigeren Erkenntnis gekommen: Nach dieser Ueberdosis von Silikon, Farbenbiknis, Gold Lack und was auch immer: Natuerlich aussehende Frauen sind mir am liebsten. Cooles Shirt, ausgewaschene Skinny Jeans. Das reicht Maedels! In Vegas waert ihr damit der Fashion Superstar. (Meiner zumindest)

Ich wuensch euch allen ein super schoenes Wochenende. Geniesst die ersten Herbsttage. Was wuerde ich jetzt fuer einen heissen Starbucks Chai Latte und einem gemuetlichen Spaziergang am Rhein/ an der Spree tun.


Love & Light aus LA



Montag, 10. Oktober 2011

10 years ago...


schlimm genug...

Aber als ich heute morgen am Sunset Blvd. einen Kaffee geschluerft habe, ist er mir FAST im Halse stecken geblieben. Das meint der doch nicht ernst, oder?

Sonntag, 25. September 2011

Samstag Abend. Kid Cudi. Complex Magazine Party.

Eigentlich wollte ich ja am Samstag zu Hause bleiben, was kochen und vielleicht ein Weinchen trinken, aber als Kid Cudi hoechstpersoenlich zur Feierei einlud, kann man einfach nicht nein sagen. Die Party in den Sunset Studios war supercool. Einer krasser gestyled als der andere und allgemein sahen alle wieder aus, als ob sie selber Popstars sind. Hollywood eben.




Kid Cudi war mal wieder super stoned, breit, dicht, aber das ist a nix neues von ihm. Aber wenn einer den Oberswagger hat, dann ist es er. Deswegen wollen wir ihn mal verzeihen. ZUMAL ER AUCH NOCH DIE NIKE MAGS SUPER LIMITED EDITION ANHATTE.


Habt alle einen super, sonnigen Start in die Woche! Von der ultimativen Las Vegas Plastik Poolparty erzaehle ich euch naechste Woche. Versprochen.

Uebrigens, heute kommt Obama nach LA. Ungefaehr 5 der 10 wichtigsten Strassen werden gesperrt sein. Das riecht nach Chaos. Aber hey its the President!

reingehauen.

                                   

Mittwoch, 21. September 2011

Labor Day, Las Vegas, 40 Grad im Schatten

Waehrend wir Deutschen (ok nicht alle) am Tag der Arbeit mit roten IG Metall Fahnen protestierend vor dem Rathaus stehen oder ziegelsteinwerfend durch Berlin Kreuzberg ziehen, kann man das Labor Day Weekend in Amerika eher als ein verlaengertes Wochenende sehen, an dem du entweder mit deiner Familie an den Strand faehrst und den NFL Football League Season Start zelebrierst oder mit deinen Freunden nach Las Vegas pilgerst um sich unter den Muskelprotzen und Silikon Babes auf einer der zahlreichen Poolpartys die Hucke voll zu hauen.

So wie auch bei vielen anderen Dingen, sei es außenpolitisch, innenpolitisch oder bei der Wahl von Feiertagen muessen sich die Amis auch beim Zelebrieren des Tag der Arbeit eine Extrawurst auf ihr Hamburgerbroetchen schmieren. Waehrend der Rest der Welt am 1. Mai wie gewohnt feiert, hat man sich in den Staaten den ersten Montag im September ausgesucht. Naja. So ist es halt.

Da Strand und Familie bei mir leider nicht zur Wahl stand, und mein Kollege fuer Wanttickets.com arbeitet, fast alle Partys am Labor Day Weekend in Las Vegas organisiert, Hotelzimmer, Alkohol und Gaesteliste en mass in den Allerwertesten gesteckt bekommt, ließ ich mich nicht zweimal bitten und machte mich auf den Weg nach Sin City.
Dass man in Vegas entweder ein praechtiges Dekolltee, die Taschen voller Cash oder Connections haben muss um sich im Nachtleben zu vergnuegen, hab ich euch ja schon mehrfach mitgeteilt. Da ich weder Alternative 1, noch Alternative 2 habe, verdanke ich es meinem Kollegen, dass ich ein unvergessliches Absturzwochenende in Vegas miterleben durfte.


Eins sage ich euch Vegas platzte an diesem Wochenende aus allen Nähten. Nachdem wir von einem Event zum anderen torkelten, landeten wir zur später Stunde bei der wohl angesagtesten Party des Abends von Afrojack (sein Gimme evrything tonighttttt gedudel laeuft wahrscheinlich selbst auf eins live rauf und runter) .

Die Kontroverse LAS VEGAS ist mir mal wieder besonders aufgefallen, als wir uns an der Schlange vorbei Richtung Eingang vorkaempften. Vorbei an einer Horde in Schale geschmissener Jungs mit leicht verzweifeltem Gesichtsausdruck, die alle sofort dafuer bereit waren den Eintrittspreis von 150 Dollar zu zahlen, wenn sie nur endlich reindurften. Genau richtig gehört. EINHUNDERTUNDFUENFZIG Dollar!!! Alter ich haette noch nicht mal 3 Mark Fuffzig fuer diesen Afrojack bezahlt.




Zugegebenermassen: Die Party war gut. Richtig gut. und exzessiv...

Das naechste an was ich mich erinnern kann, war, dass ich im 27.ten Stock eines verwuesten Hotelzimmers etwas suedlich vom Las Vegas Strip aufgewacht bin, vor mir mein Kollege halb zerstoert auf dem Boden lag, die Hoteltuer offen gelassen und ein ausgewachsener sibirischer Tiger durch den Raum spazierte. Nein. Scherz.

Denkt euch einfach den Tigerpart weg...

Nachdem ich 3 Minuten gebraucht habe die Orientierung zu finden, wurde mir auch schon mitgeteilt, dass wir zur ultimativen Encore Beach Poolparty von DJ Kaskade eingeladen worden sind und sofort losmuessen.

KASKADE?Moment ist das nicht diese Blonde Ed Hardy Alte, die mit dem Thrash Song "Evacuate the Dancefloor" groß rausgekommen is? Nein wie ich später rausgefunden habe ist Dj Kaskade in Amerika zurzeit ungefaehr genau so angesagt, wie es Michael Jackson nach Erscheinen seines Thriller Albums Anfang der 90er war. Es sollte eine Poolparty werden, die ich so schnell nicht vergessen/ aus meinem Gedaechtnis streichen kann... Mehr dazu demnächst.

Ein Prosit an alle die dieses Wochenende auf dem Oktoberfest sind!

Lots of love from El Lay

Sonntag, 28. August 2011

Back in El Lay

ich bin back in El Lay. Ich sags euch: wenn man ne laengere Zeit aus Hollywood raus ist und dann "noch in Deutschland Chill Stimmung" an einem lauwarmen Sommerabend zur Rushhour am Hollywood Blvd. von dem LAX Shuttle Fahrer rausgeschmissen wird, fuehlt man sich zunaechst wie George aus dem Djungel, der zum ersten Mal ne Grossstadt sieht.Die Spidermans, Robocops und Transformerclowns stehen auch bei 30 Grad mit ihren Kostuemen am Chinese Theatre und versuchen vornehmlich Asiatisch aussehenden Touristen gegen Austausch von einem Dollar ein Andenkensfoto anzudrehen. 
Die Weiber stoeckeln wie immer halbnackt von einem Restaurant zum naechsten. Und die 5 Helicopter kreisen wie jeden Tag ueber den Nachthimmel der Traumfabrik und nerven jeden Anwohner, der das Verlangen nach Ruhe hat. Zur Kroenung laufen auch noch auf CNN 24/7 Berichterstattungen ueber einen Wirbelsturm namens Irene, der dem Anschein nach eine groessere Bedrohung an der Eastcoast darstellt, als ein moeglicher dritter Weltkrieg. Da liessen sich auch meine von den Medien verseuchten Ami Freunde nicht lumpen und haben direkt mal via Facebook" God bless the East Coast" Stossgebete einmal quer durchs Land geschickt. Also ich weiss nicht ob ich falsch liege, aber ausser dass in NYC 3 Muelltonnen umgefallen sind, ist glaub ich sonst nichts weiteres passiert.

Welcome back to LA, dachte ich mir nur. Nothing has changed.

Da ich eigentlich seelisch noch garnicht bereit dafuer war, mir meine Badebuchse anzuziehen und ins Haifischbecken Hollywood einzutauchen, zog ich es doch vor mit meinem alten Schulfreund und seinem stylischen 96 Saab Turbo Cabrio die California Coast runterzufahren, das neue Jay Z & Kanye West Album rauf und runter zu hoeren und an der ein oder anderen Beachlocation meine Plauze in die Sonne zu halten.
Leude, ich sags euch, wenn mir nicht kurz vor der mexikanischen Grenze aufgefallen waere, dass ich meinen Passport garnicht dabei habe, waere ich noch auf ein paar Coronas die Baja California Kueste runter gehackt.

Auch wenns mir keiner glaubt. Ich vermisse Deutschland sehr.

Lots of love from Los Angeles.







Mittwoch, 27. Juli 2011

Italy vs. El Lay

LA: Will I miss you or do I hate you? I know for sure that I had to leave LA for the summer because I kinda want to miss out on all the fake Silicon titty babes that are floating the Hotel pools in Hollywood like a tsunami leaving no space to breathe and relax by the pool.

I had to see my Dad, who is as excited as a little kid about his new motorcycle cruiser. I had to see my mum, who is so proud that she did not got caught by German customs for bringing 3 suitcases full of California Outlet Mall gear.

I also had to go back to Europe to see my old homies from High school who are like family to me. Every year we rent out a big house in the Tuscany Hills, just for our group living like hippies in a big community with lots of cooking, talking and guitar playing. It is so much fun! I find it amazing how you leave your best friends for a year, you come back and nothing has changed. No drama, nothing!


Why do we always choose Italy? In my opinion, it is the most chill and classy country in the world.

Italy is a place where Pasta is served without triple-meatball marinara sauce, topped with 1 pound of extra  garlic chicken.

It is a place where you can order a REAL PIZZA from a wood fire oven and does NOT look like a truck dumped all kinds of sausages, extra peperoni, fake cheese and bbq sauce on it. I am also kinda excited about the fact that in Italy I do NOT have the option to get an extra bag of 50 chicken wings, incl. 12 oz of ranch sauce and a gallon of Soda if I order more than 2 pizzas.

Italy is a place where the server is not stealing your plate after you literally swallowed your last bite 2 seconds ago, asking if you would like an overpriced dessert, followed by repeatedly asking if the food was ok just to make sure that the expected 20% tip is justified. Fuck noooo, in Italy they let you eat, for hours, they let you drink wine for hours and you would rather invite your server to sit down with you and have a glass of wine than paying him 20 % tip. (I am not talking about the tourist hotspots like Venice; I’m talking about the simple Italian lifestyle).




I do not miss a second all the news helicopters flying over Hollywood 24/7, all the stupid “Asian Invasion” tourists running around like ants up and down the Hollywood Blvd and last but not least I do not miss Carmagaedon bullshit (closing down the 405 Freeway for 1 day).  Come on guys, America is about to lose its 5 star rating status because of their horrifying financial situation and all people talk about is Lady Gaga tweeting about the potential 405 Carmagaedon. Well this is LA, the show must go on.

But I do miss LA a lot. Every single day. And I tell you why...Soon. Stay tuned.

Arrivederci. Un bacio. Love from Germany

Mittwoch, 22. Juni 2011

Was hab ich meinen Bock durch die Wüste gepeitscht!

2247 Meilen. Durch die Wueste.Berge. Kapaten. Indianerdörfer. Jetzt fühle ich mich als ob ich gerade aus dem Krieg komme. Lippen verbrannt. Nase verbrannt. Armschmerzen. Müde. Hab sogar Blasen an den Händen,vom Gas geben...Aber ich lebe noch, wie man sieht...

Es war der Wahnsinn. Ein bißchen wie Wild Wild West und Easy Rider zusammen...Eines der coolsten Trips meines Lebens, weil ich wirklich morgens aufgestanden bin, losgebrettert bin und mein Bike bis zum Sonnenuntergang durch die Prärie gejagt habe.
Wenn man in LA wohnt, sollte man solch einen Trip mindestens einmal gemacht haben, um sich mal im Klaren zu sein, dass es neben Beverly Hills, Sunset Blvd, Rodeo Drive nicht weit entfernt Straßen gibt wo vielleicht einmal pro Tag mal ein paar Indianer herlatschen, die andere Sorgen haben, als "auf welche Poolparty geh ich heut abend und wann ist mein nächstes Casting?".
Oh man ich sags euch: Die native americans haben mir echt das Herz gebrochen. Als ich mich a von Lake Havasu über die Grand Canyons auf den Weg nach Utah machte, fuhr ich durch einige halbverlassene Indianerreservoirs. Zu sehen, wie die Leute in den übelsten Bruchbuden ungefähr 500 km Luftlinie entfernt von den unverhältnismäßig großen Palästen der Gemeinde von Bel Air, Beverly Hills etc etc, wohnen, die Männer vor lauter Langeweile, sich in Alkohol ertränken und die Frauen versuchen selbstgemachten Indianerschmuck zu verkaufen, dass hat meine Gedanken schon 2 gute volle Reisetage beschäftigt.

Ich mein, klar die Zeiten haben sich eben geändert. Mit Pfeil und Bogen durch die Gegend laufen und im Einklang mit der Natur zu leben. Die Zeiten sind vorbei. Leider. Die weissen Siedler haben sich nunmal in ihr Leben gedrängt, sich die fruchtbarsten und schönsten Territorien ausgesucht und sie dann wie Dreck in die Gebiete abgeschoben in denen es vor Hitze kein Weissbrot aushalten würde. Manch einer würde sagen: Thats life only the fittest will survive! Aber unterscheidet uns Menschen nicht von Tieren, dass wir ein ausgeprägtes Gehirn haben, und eigentlich auch einen ausgeprägten Sinn für Emotionen und gerechtes Handeln?
Egal ob es nun die Aborigenes in Australien oder die native Americans in den USA, die Politik, sowie die Mitmenschen haben sich in beiden Fällen nicht mit Ruhm bekleckert, diesen Völkern eine neue Chance und Perspektiven zu geben, nachdem ihnen fast ihr gesamtes Heimatland genommen wurde. Früher als Kind wollte ich immer Cowboy sein, aber seit heute symphatisiere ich eher mit den Indianern. Ha So viel dazu.




Über Monument Valley, Bryce Canyon und tausend anderen Parks bin ich dann wieder in Vegas gelandet, wo ich nach all der Ruhe, Ferne und Freiheit garnicht drauf klarkam und nach einigen Drinks und ein paar Runden Blackjack sofort wieder die Fliege gemacht habe, was sich im Nachhinein als Fehler rausgestellt hat. Denn draussen waren es 110 Grad Fahrenheit, sprich 45 Grad Celsius. Als ich nun auf dem I 15 Richtung Barstow (Barstow ist eine Stadt zwischen Vegas und LA, die eigentlich nur entstanden ist, weil dort alle anhalten, wenn sie auf dem Weg nach Vegas sind) runterknatterte und mir die senkrechtstehende Sonne und die heisse Wüstenluft zu schaffen machten, habe ich es bereits innerlich bereut, mich von der klimatisierten Casinobar entfernt habe.


Leute, stellt euch einen richtig heissen Tag vor. ZWEI mal so heiss war es!!! Jedes Mal wenn ich über einen Hügel gefahren bin und gehofft habe, dass mir wenigstens etwas weniger heisse Luft entgegenkommt, wurde die "man öffnet den Heissluftherd um nach der Tiefkuehlpizza zu schauen" ähnliche Briese noch krasser. Auch meine stündlichen  1 L Betankungen mit kühlem Wasser und Gatorade haben die Situation nicht besser gemacht. Meine Motorradrohre waren 3 mal heisser als jede Stripperin, die je in Vegas an der Stange getanzt hat. Ich sags euch!
Ich dachte mir nur: Ich muss jetzt sofort in einen erfrischenden See springen bevor es bei mir zur totalen Kernschmelze kommt. Aber wo zum Teufel gibt es hier einen See? Ich weiss nicht ob der liebe Gott mich erhört hat, aber laut der Aussage einer Verkäuferin an einem halb verlassenen Levis Stores direkt am Freeway, gab es einen Golfclub mit angeschlossenem See 30 Meilen südwestlich von Barstow. Golfclub??? aha ich sah gerade aus, als ob ich aus nem Krieg gekommen wäre. Alles durchgeschwitzt, verstaubt, 3 Tage nicht geduscht- wie zum Teufel kann ich mich jetzt in einem Golfclub blicken lassen???
Naja who cares dachte ich mir- da kennt mich eh keiner. Also bin die 30 Meilen entgegen der mittlerweile schräg stehenden , glühenden Abendsonne da auch noch hin geknattert, voller Vorfreude auf den wohlverdienten Sprung in den See.
Als ich nach einer weiteren Stunde endlich in die Lobby des Mitten in der Wüste befindlichen Golfclubs von Silverlakes einkehrte, merkte ich wie mein Akku schon allmählich den Nullpunkt ansteuerte und mir gelegentlich schwarz vor den Augen wurde. Als ich völlig benebelt,  verstaubt und nassgeschwitzt, vorbei an den schnicke gekleideten Golfern samt Ehefrauen mit Hüten vorbei schlenderte, mussten die sich auch gedacht haben " Was ist das denn für ein Freak?". Leute, ohne Witz, ich kam mir vor wie Jonny Depp bei Fear und Loathing in Las Vegas, als er völlig zugedröhnt auf Drogen vergeblich versucht hat an der Rezeption im Hotel einzuchecken.
Ich habs aber noch einigermaßen hinbekommen. Die letzten Schritte zum erfrischenden Sprung in den See waren dann erstaunlich smooth, als ob der Koerper nochmal ein wenig Extra Energie bereitgestellt hätte für very special occasions. Das Gefühl was ich hatte, als ich dann den finalen Sprung gemacht habe, brauche ich ja jetzt nicht zu beschreiben. Ihr könnt es euch bestimmt vorstellen. Es war besser als Sex, In n Out Burger und NY Cheesecake zusammen.
 Ich schwamm im See bis die Sonne unterging und genoss jede Sekunde. Angekomen im Hotelzimmer war aber dann Ende mit lustig. Vom Backofen ins Kühlbecken. Das fand mein Körper dann doch nicht so lustig und ergab sich dem Hitzestau. Ich weiß nicht ob ich jetzt hier so ins Detail gehen soll, aber ich glaube ich halte den Weltrekord in "Gatorade, Wassergemisch Übergebens". Mir gings garnicht gut!

Am nächsten Abend befand ich mich auch schon auf einer Geburtstagsparty in einer Cocktail Lounge am Sunset Blvd. Mein Trip war vorbei. Mir kam irgendwie alles so unreal vor, als sich die Hollywood Gemeinde wieder gegenseitig mit Cocktails zuprostete. An dem Abend zumindest hätte ich zu gern mit einem Lagerfeuer und Indianermukke getauscht...

Einen riesen Winnetou Gruss an euch alle.

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Sonntag, 19. Juni 2011

What happens in Las Vegas...

stays in Vegas...jaja tausend mal gehört.... aber die 250 Kilo Alte die letztens um 10 Uhr morgens als ich aus meinem Hotel auscheckte, mit ihrer rechten schwabbeligen Arschbacke auf einen der Stühle vor nem einarmigen Banditen saß, Kippe im Maul, Cocktail in der linken Hand und mit ihrem Rechten Schwabbelarm roboterartig an dem Hebel rumriss: Die wird für immer in meinen Albträumen verweilen. LEIDER!

Las Vegas ist extrem. In jeder Hinsicht. Hier würden Teufelchen und Engelchen Urlaub machen.
Für Leute aus LA ist es wie ein Kurztrip ins Phantasialand, weil es so nah ist. Und wie es so ist, kennt natürlich jeder jeden und irgendwer hat immer irgendeiner eine Freisuite fürs Wochenende, sponsert von irgendwem.

Vegas ist Himmel und Hölle zugleich. Hier triffst du die hübschesten, heissesten und coolsten Leute und die allergrößten Mallorca White Thrash Kassenpatienten Proleten in einer Stadt.
Alles glitzert, du wirst mit Impressionen so dermassen bombardiert, dass es mir so scheint, dass jeder Gast, der für ein paar Tage nach Vegas einfliegt, schon vorher mit sich selber ausgemacht hat, sein Gehirn für die gesamte Zeit auszuschalten. Maßloses Verhalten ist in Vegas nämlich mehr als gewünscht.
Der Deal ist einfach: Vegas gibt dir alles was du willst um in der kürzesten Zeit Maxium Vergnügen zu haben. Den einzigen Preis, den du dafür zahlen musst ist, dass diese Stadt mit aller Macht versucht selbst den vernünftigsten Vorstadtbürger zu einer Geld aus dem Fenster schmeissenden Party Machine zu machen.

Vegas bietet dir all das was sonstwo per Gesetz verboten ist: 24/7 saufen, rauchen, feiern, überall gambling (selbst am Airport, im Supermarkt etc), Strip Clubs, Hotels, die exclusivsten Sternerestaurants, meilenlange Shoppingtempel, Pools, Poolpartys, nachts um 12 einen 5 Kiloschweren Cookie Eisbecher mit Erdbeeren schlecken, morgens um 6 Burger aufs Zimmer bestellen, nachdem du die ganze Nacht gezockt hast. you name it, they have it!
Also wenn ihr dazu neigt, in Extremsituation unvernünftig zu werden, dann bleibt entweder zu Hause oder sagt eurem Sparkassenberater, dass er ein dickes fettes Limit auf eure Kreditkarte setzen soll, damit ihr nicht wie einer meiner Kollegen, die letzten 2 Tage seines Las Vegas Urlaubs am Flughafen (es gibt selbst am Gate noch Slot Maschinen wo man zocken kann) schlafen musste, weil der Trottel sein ganzes Geld verzockt hat und nicht mal mehr sein Hotel bezahlen konnte.
Oder der kleine Araber  Scheich Sohn, der eines Abends weinend vorm Venetian Casino saß, weil er gerade 700.000 USD von Papas Konto verzockt hat und damit wahrscheinlich ein mittelschweres Erdbeben im mittleren Osten ausgelöst hat. Ja was soll ich dem Typen sagen? " Ach scheiss drauf, sei froh dass du nicht ne ganze Millionen verzockt hast?!" Ich war ehrlich und meinte einfach nur :"Shit happens" Übrigens jeder Gast verliert in Las Vegas durchschnittlich 640 Dollar beim gamblen. Da lag der Araber Haufen ja ein wenig drüber.

Oder einer meiner besten Kollegen, der nachdem wir in unserem verwüsteten Hotelzimmer, morgens um 8 aufgewacht sind, um gegen 10 den Flieger nach Hause zu erwischen und er spurlos verschwunden war. Nach vergeblichen Versuchen ihm auf seinem Handy zu erreichen, erhielten wir gegen 8.45 einen Anruf vom Portiér mit der Aussage, dass ein stark alkoholisierter junger Mann gerade aus dem Taxi gefallen ist und darum bittet, dass jemand aus Zimmer 1137 nach unten kommen soll um seine 50 Dollar teure Taxirechnung zu übernehmen. Ich frag mich bis heute, wo der Typ gewesen ist, dass ne Taxirechnung von 50 Dollar zustande gekommen ist.

Ansonsten wird in Vegas nach den altbekannten Regeln gespielt: An alle Ladies, je kürzer der Rock, desto hoeher die Chance im heissesten Club an nem Tisch zu sitzen mit prallgefuellten Champagnerflaschen und dabei zuzusehen, wie gut betuchte Filmstars, Rockstars oder Bänker sich überbieten noch größere Champagnerflaschen an den Tisch karren zu lassen.

An alle Männer, die das Verlangen haben, mal richtig zu feiern bis die Schwarte kracht á la Hangover Style: schlachtet euer Sparschwein, lasst es krachen und die Chancen stehen nicht schlecht, dass ihr morgens aufwacht und einen Tiger in eurem Badezimmer findet.


Vegas ist Vegas. I still love it.